Mitteilung vom 30.09.2009


BVI: Aktienfonds weiter auf Erfolgskurs

FRANKFURT - Nach erheblichen Mittelzuflüssen im Juli konnte die deutsche Investmentfondsbranche auch im August wieder bei Aktienfonds punkten. Wie aus der aktuellen Statistik des Fondsverbands BVI hervorgeht, flossen Aktienprodukten im August rund 1,5 Milliarden Euro netto zu, nach 2,5 Milliarden Euro im Juli. Analog zum vergangenen Monat schichteten viele Investoren ihre Gelder in Aktienfonds um. Damit haben Anleger in diesem Jahr rund 8,9 Milliarden Euro netto in Aktienfonds investiert, so die BVI-Zahlen.

Unterdessen flüchten die Anleger erneut massenhaft aus Geldmarktfonds. Rund drei Milliarden Euro Netto-Abflüsse verzeichnete diese Asset-Klasse im August. Allein in den vergangenen drei Monaten verbuchten Geldmarktfonds insgesamt 12,8 Milliarden Euro Mittelabflüsse - auf das laufende Jahr hochgerechnet sogar knapp 20 Milliarden Euro. Ein negatives Vorzeichen verbuchten indes auch Rentenfonds. Nach knapp einer Milliarde Euro Mittelzuflüsse im Juli zogen die Investoren rund 770 Millionen Euro im August ab.

Während bei Aktienfonds im Juli besonders Fonds mit Anlageschwerpunkt Euroland gefragt waren hat sich der Schwerpunkt im August zugunsten der globalen Aktienfonds verlagert. Bei den Rentenfonds wurden Mittel hauptsächlich aus geldmarktnahen Fonds und Kurzläuferfonds abgezogen.

Unter dem Strich verzeichneten Wertpapierpublikumsfonds im August wegen der Ablüsse aus Geldmarkt- und Rentenfonds ein deutliches Minus von 1,8 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr beträgt das Minus sogar 3,6 Milliarden Euro. Die gesamte Publikumsfondssparte, also inklusive der offenen Immobilienfonds, kommt derweil auf einen Nettoabfluss in Höhe von 1,4 Milliarden Euro im August, wobei die offenen Immobilienfonds um rund 330 Millionen Euro zulegen konnten. Auf Grund positiver Marktentwicklungen erhöhte sich das gesamte Fondsvermögen in Publikumsfonds um rund 6,5 Milliarden Euro auf knapp 626 Milliarden Euro, wie die Grafik verdeutlicht.

Unter den großen Investmentgesellschaften hält unterdessen der negative Trend bei der Deka weiter an. Nach Mittelabflüssen von einer Milliarde Euro im Juli hat die Sparkassen-Tochter auch im Folgemonat weitere 1,3 Milliarden Euro netto verloren. Hinzu kommen noch Mittelabflüsse aus der ETF-Sparte, bei der Fondstochter ETF Lab, in Höhe von 600 Millionen Euro. Auch die Fondsgesellschaft Union Investment verbuchte mit rund 215 Millionen Euro allerdings nur einen geringen Abfluss. Zuflüsse konnten hingegen die Deutsche-Bank-Tochter DWS sowie Allianz Global Investors verzeichnen. Ihr Nettomittel-Aufkommen verbesserte sich um 280 Millionen Euro beziehungsweise 140 Millionen Euro.

Autor: portfolio international © portfolio international

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