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Anlagefehler

Die erste Anlage - oder Fehler, die sich vermeiden lassen

Wir helfen Ihnen, die Stolpersteine auf dem Weg zur ersten erfolgreichen Investition in Fonds zu beseitigen und wünschen Ihnen viel Erfolg beim Vermögensaufbau!

(Sie können die folgenden Seiten auch als PDF-Dokument downloaden).

  1. Sortieren Sie Ihre finanziellen Verhältnisse
    • Stolperstein Nr. 1:

      Sie planen die Anlage in Aktienfonds und haben gleichzeitig noch Kredite zu bedienen. Die beste Rendite wird in diesem Falle oft erzielt, wenn Sie zunächst den Kredit tilgen. Bsp.: Sie zahlen für Ihren Konsumentenkredit über 10.000 Euro 12% p.a. Zinsen und erwirtschaften mit Ihrer Anlage von 10.000 Euro in Aktien und Fonds 9% p.a. So zahlen Sie pro Jahr 300 Euro (3% = 12% - 9% von 10.000 Euro) mehr an Zinsen, als Sie erwirtschaften.

      Also: erst weg mit den Schulden, sonst wird es nichts mit dem Vermögensaufbau.

    • Stolperstein Nr. 2:

      Beziehen Sie alle Vermögensgegenstände in Ihre Planung mit ein. Berücksichtigen Sie auch Immobilien, Kapitallebensversicherungen etc. Vielleicht verfügen Sie bereits über einen erheblich höheren finanziellen Spielraum als Sie glauben. Dies gibt Ihnen dann unter Umständen die Möglichkeit, auch einen Teil Ihres Vermögens in risikoreichere und gleichzeitig chancenreichere Anlageformen zu stecken. Es muss ja nicht gleich alles in Aktienfonds investiert werden.

  2. Definieren Sie ein oder mehrere Ziele für Ihren Vermögensaufbau.
    Machen Sie sich klar, wann Sie über Ihr Vermögen verfügen wollen.
    • Stolperstein Nr. 3:

      Die Nichtbeachtung von anstehenden Ausgaben. Es macht wenig Sinn, wenn Sie zunächst Ihre Altersvorsorge planen, um dann kurze Zeit später das Geld für ein neues Auto auszugeben.

      Halten Sie sich immer eine Barreserve und setzen Sie sich Anlageziele.

    • Stolperstein Nr. 4:

      Planen Sie genau, wann Sie welchen Vermögensanteil zur freien Verfügung haben wollen. In Aktienfonds angelegtes Geld, das Sie innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre dringend für eine Anschaffung brauchen, ist unter Umständen nur mit großen Kursverlusten wieder verfügbar.

      Aktienanlagen sollten einen Zeithorizont von mindestens 5 Jahren haben.

    • Stolperstein Nr. 5:

      Sie haben früh mit der Altersvorsorge mit Aktienfonds begonnen. Nun wollen Sie in den Ruhestand gehen und von Ihrem angesparten Vermögen leben. Damit beginnt die Zeit des Vermögensverzehrs. Unglücklicherweise haben Sie aber nicht rechtzeitig daran gedacht, in risikoärmere Anlageformen umzuschichten! Bedenken Sie, welche Auswirkungen eine Baisse oder ein Börsencrash mit einem Kursrückgang von z.B. 50% und die damit verbundene Halbierung Ihres Aktienvermögens für Ihre Altersvorsorge haben könnte.

      Eine rechtzeitige stückweise Umschichtung in Rentenfonds gibt Ihnen mehr Sicherheit in turbulenten Börsenzeiten, wenn Sie auf gleichmäßige Einnahmen angewiesen sind.

  3. Machen Sie sich Gedanken über Ihre Risikoeignung
    • Stolperstein Nr. 6:

      Unterschätzen Sie das Risiko der jeweiligen Anlageform nicht! Als Faustregel gilt, je größer die Gewinnchance zu sein scheint, desto größer ist im Allgemeinen auch das Risiko. Sie müssen sich im Klaren sein, dass ein Aktienfonds, der eine Kursverdopplung in einem Jahr verspricht, auch schnell einmal 50% des Wertes verlieren kann.

      Überlegen Sie sich, wie Sie mit einem Verlust von 10%, 30% oder gar 50% umgehen können!

  4. Versuchen Sie, steuerliche Aspekte zu bedenken
    • Stolperstein Nr. 7:

      Sie haben erfolgreich Aktienfonds in Ihrem Depot und wollen nun eine Position mit 40% Gewinn 10 Monate nach dem Kauf wieder veräußern. Achtung, hier kommt das Finanzamt ins Spiel. Dies ist ein einkommensteuerpflichtiger Spekulationsgewinn. Je nach Ihren sonstigen Einkünften müssen Sie nun an das Finanzamt unter Umständen mehr als die Hälfte Ihrer Gewinne abgeben. Da kann es cleverer sein, die Spekulationsfrist von einem Jahr abzuwarten, um dann den Gewinn steuerfrei einzustecken! Übrigens können Sie Verluste aus Veräußerungen innerhalb der Spekulationsfrist den Gewinnen gegenrechnen. Aber bitte sehen Sie das Finanzamt nicht als Ihren persönlichen Erzfeind an. Denn wenn sich die Aussichten an den Finanzmärkten verschlechtern, ist es sicher sinnvoller, rechtzeitig 40% Gewinn innerhalb der Spekulationsfrist mit dem Finanzamt zu teilen, als am Ende nur 10% steuerfrei zu kassieren!

      Anmerkung

      Steuerpflichtiger Spekulationsgewinn ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös einerseits und den Anschaffungs- und Veräußerungskosten andererseits. Gewinne von weniger als 500,00 Euro sind steuerfrei (§ 23 Abs. 3 Satz 3 EStG). Dieser Betrag ist eine Freigrenze. Wird der Betrag von 500,00 Euro erreicht oder überschritten, ist der gesamte Spekulationsgewinn steuerpflichtig.

      Beachten Sie steuerliche Aspekte, lassen Sie sich Ihre Anlageentscheidungen aber nicht von der Angst, Steuern zu zahlen, diktieren.

    • Stolperstein Nr. 8:

      Sie haben ein Depot bei einer Bank in Deutschland, haben aber keinen Freistellungsauftrag eingereicht. Mit dem Freistellungsauftrag vermeiden Sie, dass bei der Zahlung von Zinsen und Dividenden (bis zu einer jährlichen Höhe von z.Z. 801 Euro für Ledige und 1.602 Euro für Verheiratete) direkt Steuern einbehalten werden. Haben sie Ihren Freistellungsauftrag noch nicht voll ausgereizt, können Sie sich zwar zu viel gezahlte Steuern zurückholen, aber erst mit Ihrer Steuererklärung im folgenden Jahr! Denken Sie daran, Sie können Ihren Freistellungsauftrag auf mehrere Banken verteilen.

      Nutzen Sie Ihren Freistellungsauftrag!

  5. Bedenken Sie Kosten und Spesen bei der Geldanlage
    • Stolperstein Nr. 9:

      Die Risikostreuung ist wichtig, aber übertreiben Sie es nicht - denn viele Positionen bedeuten viele Spesen. Beim Kauf und Verkauf, wie auch bei der Lagerung, fallen für jeden Fondskauf Spesen an. Bei modernen Brokern sind die Spesen für große Positionen in der Relation preiswerter. Bei AVL können Sie im Geschäftsbereich Discount einen Großteil der Kosten sparen.

      Investieren Sie in Fonds - nicht in Spesen!
      Eine Vermittlung über AVL ermöglicht Ihnen eine kostenlose Depotführung, kein Transaktionskosten und 100% Rabatt auf fast alle Fonds.

      Hier noch einmal eine Zusammenfassung über Ihre Vorteile wenn Sie über AVL Fondskonten eröffnen.

    • Stolperstein Nr. 10:

      Sie haben Spaß an Fonds gefunden und handeln nun aktiv, nutzen den kostenlosen AVL Kundenlogin und freuen sich über Ihr hoffentlich ständig wachsendes Vermögen. Machen Sie aber bitte nicht den Fehler und errechnen Sie die Performance nur aus Einstiegs- und Verkaufskursen.

      Berücksichtigen Sie die Spesen bei Kauf und Verkauf für Ihre Renditeberechnung und rechnen Sie sich nicht selber reich, falls Sie nicht eine der über AVL vermittelten Depotstellen gewählt haben, bei der keine Transaktionen anfallen.

  6. Streuen Sie Ihr Risiko
    • Stolperstein Nr. 11:

      Sie sind von Ihrem Lieblingsfonds ( Branche ) so überzeugt, dass Sie alles dort investieren, und dann entwickelt sich dieser Fonds überraschend doch negativ! Eine Anlage in einen Banchenfonds ist immer mit einem mehr oder weniger großen Risiko verbunden, deshalb sollten Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern streuen Sie Ihr Vermögen immer mit einem Internationalen Aktienfonds.

      Setzen Sie nicht alles auf eine Branche, sondern streuen Sie!

  7. Behalten Sie den Überblick
    • Stolperstein Nr. 12:

      Sie sind nun tiefer in die Materie eingestiegen, lesen den Wirtschaftsteil Ihrer Tageszeitung, Börsenzeitschriften, schauen ntv. Da entdecken Sie immer wieder interessante Anlagemöglichkeiten und schnell ist noch ein Fonds dazu gekauft. Verzetteln Sie sich nicht in zu viele Fonds! Denn da können Sie dann leicht den Überblick verlieren.

      Kontrollieren Sie Ihr Depot regelmäßig, und überlegen Sie, ob all die Fonds die Sie haben, wirklich eine Erfolg versprechende Zukunft haben!

  8. Handeln Sie überlegt und besonnen
    • Stolperstein Nr. 13:

      Folgen Sie nicht blind jedem Fondstipp. Schnellschüsse und spontane Geldanlagen sind oft nicht auf Ihre Strategie abgestimmt! Überlegen Sie, ob ein Fondstipp in Ihre Anlagestrategie passt! Und hinterfragen Sie, ob es jemand, der Ihnen einen Tipp gibt, einfach nur gut meint, oder ob er eigene Interessen verfolgt.

      Versuchen Sie, sich eine eigene Meinung zu bilden und informieren Sie sich aus unterschiedlichen Quellen.

  9. Geben Sie eine korrekte Fondsorder auf
    • Stolperstein Nr. 14:

      Sie haben etwas Interessantes über einen Fonds gelesen und wollen diesen nun kaufen. Leider sind Sie sich mit dem Namen oder deren Schreibweise nicht ganz sicher. Da kann es durchaus zu Missverständnissen bei der Orderaufgabe kommen. Besorgen Sie sich doch einfach vor der Orderaufgabe die richtige ISIN oder Wertpapierkennnummer (WKN).

      Arbeiten Sie mit ISIN oder WKN, um den gewünschten Fonds auch wirklich zu bekommen. So vermeiden Sie unnötige Missverständnisse.


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