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Sicherheit von Fondseinlagen: Fonds bieten Sicherheit

Fonds bieten Sicherheit: Wirtschaftliche und rechtliche Aspekte


Die Sicherheit von Geldanlagen verdient immer eine eingehende Betrachtung. Schließlich sind Investitionen für Privatanleger fast immer auch mit der persönlichen Lebensplanung verbunden. Daher ist die Sicherheit eines Investments nicht nur in wirtschaftlichen Krisenzeiten ein sehr wichtiger Aspekt.

Im Vergleich zu anderen Geldanlagen bieten Fonds allgemein beträchtliche Vorteile. Wie alle anderen Investmentformen bewegen sich auch Fonds im Spannungsfeld zwischen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit. Das „Magische Dreieck“ aus diesen drei Eckpunkten sollten Anleger immer im Blick haben, wenn es um die Beurteilung von Risiken, Ertragschancen und Flexibilität der Finanz- und Lebensplanung geht.

Grundsätzlich sind Fondseinlagen in mehrfacher Hinsicht abgesichert. Die einzelnen Sicherheitsmechanismen, die bei Fonds wirken, stellen wir Ihnen hier vor. Von staatlicher Seite gelten zahlreiche gesetzliche Bestimmungen für Fondsinvestments, die dem Schutz der Anleger und ihres Kapitals dienen. So sind Fondsanteile Sondervermögen, das auch im Falle eines Konkurses dem Anleger zusteht. Ebenfalls grundsätzlich bietet aber auch schon die Diversifizierung der Investitionen eines Fonds eine Art wirtschaftliche Sicherheit, die aus den besonderen Eigenschaften dieser Form der Geldanlage entsteht.


Sicherheit durch Diversifikation


Besonders im Vergleich zu Investitionen in einzelne Wertpapiere streuen Fonds schon aufgrund ihrer strukturellen Beschaffenheit das Risiko eines Verlusts. Die Verteilung des Geldes auf viele verschiedene Wertpapiere, also die Diversifizierung der Anlagen, senkt die Verlustgefahr. Da nicht das gesamte Kapital beispielsweise in ein einzelnes Unternehmen investiert wird, wird der Fondsanleger den Ausfall eines Werts in seinem Portfolio besser verkraften als der Anleger, der einen Großteil seines Geldes in ein Verlustgeschäft investiert hat.

Neben den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die vor Missbrauch von Finanzprodukten schützen, gilt es bei der Fondsauswahl auf mehrere Aspekte der Sicherheit zu achten. Denn die unterschiedlichen Arten und Formen von Fonds beinhalten auch unterschiedliche Risiko- und Sicherheitsgewichtungen.


Grundlegende Sicherung: Fonds sind Sondervermögen


Wichtige Bestimmungen zum Schutz des Fondsvermögens und damit der Anteile der Anleger enthält das in Deutschland geltende Investmentgesetz (InvG). Eine der wichtigsten Vorgaben: Die Einlagen der Fondsanleger werden als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft geführt. Fondsgesellschaften müssen das Kapital bei unabhängigen Depotbanken hinterlegen. Dieser Sicherheitsmechanismus verhindert, dass das Anlagevermögen im Falle einer Insolvenz zur Konkursmasse gerechnet wird. Die Anleger haben demnach im Falle eines Ausfalls zuerst Zugriff auf Ihr Kapital.

Wichtig ist es, den Unterschied zu Verlusten zu beachten, die durch Kursschwankungen der vom Fonds erworbenen Wertpapiere entstehen. Das Risiko schwankender Kurse trägt der Anleger, belohnt wird er dafür im Erfolgsfall mit einer entsprechend höheren Rendite. Ein gutes Fondsmanagement kann Gewinnchancen und Risken durch Portfolioanpassungen der Marktlage anpassen. Durch das im Vergleich zum einzeln geführten Depot größere Volumen eines Investmentfonds ergeben sich so größere gestalterische Spielräume. Dies gilt aber nur für aktiv gemanagte Fonds. Passiv gemanagte Fonds oder Indexfonds und ETFs bilden die Entwicklung des Aktien- oder Anleihenmarktes ab; Eingriffe durch das Fondsmanagement sind bei solchen Finanzprodukten nicht vorgesehen.

Indexfonds und ETFs beinhalten zudem weitere Risiken: Indexfonds und Index können sich unterschiedlich entwickeln, dieser Effekt wird „Tracking Error“ genannt. Die bei indexorientierten Fonds enthaltenen Swap-Geschäfte beinhalten zudem das Risiko eines Ausfalls des Partners, das „Kontrahentenrisiko“. Bei diesen Swap-Geschäften greift der Schutz der Fondsanteile als Sondervermögen nicht.


Schutz der Anleger: Risikostreuung, Informationspflichten, Depotbank


Im Investmentgesetz sind auch die Grundsätze zur Risikostreuung des Fondsvermögens und Informationspflichten der Fondsgesellschaft verankert. Im Einzelnen bedeutet dies: Fondsmanager dürfen höchstens 10 Prozent des Fondsvermögens in Wertpapiere eines Unternehmens investieren. Weiterhin schreibt das Gesetz vor, das Fondsvermögen auf viele verschiedene Anlagen zu verteilen. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Informationspflichten der Fondsgesellschaft gegenüber den Anlegern. Wer in Deutschland einen Fonds anbietet, muss einen Verkaufsprospekt erstellen. Der Prospekt enthält die wirtschaftlichen und juristischen Einzelheiten des Fonds. Dazu gehört beispielsweise auch die Angabe, ob der Fonds aktiv gemanagt wird oder einen Index abbildet. Der Index muss in diesem Fall ebenfalls in den Unterlagen zum Fonds genannt werden.

Fondsgesellschaften gelten außerdem als Spezialkreditinstitute und müssen daher die gleichen Anforderungen wie eine Geschäftsbank erfüllen; auch als Spezialkreditinstitute unterliegen die Fondsgesellschaften der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Noch bevor ein Fonds überhaupt auf dem regulären deutschen Markt angeboten werden darf, prüft die BaFin jedes neue Produkt.

Damit die Umsetzung der Trennung des Fondsvermögens vom Vermögen der Investmentgesellschaft gewährleistet wird, muss das Geld der Anleger als Sondervermögen von einer unabhängigen Depotbank auf einem eigens eingerichteten Sperrkonto oder Sperrdepot verwaltet werden. Zu den Aufgaben einer solchen Depotbank zählen die Durchführung der Ausschüttungen, die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen und auch die Ermittlung der Preise für die Ausgabe und die Rücknahme. Die Depotbanken stehen ebenfalls unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Fondsgesellschaft fungiert bei dieser Trennung nur als Treuhänder und hat keinen Zugriff auf das Kapital der Fondsanleger.


Sicherheitsbetonte Variante: Fonds mit Kapitalgarantie


Für Anleger ist das Thema Sicherheit immer relevant, ob in Krisen oder in vermeintlich stabilen Zeiten. Einige Sparer schrecken vor dem Risiko eines Kapitalverlusts aufgrund einbrechender Aktienkurse zurück. Um sich auch dagegen abzusichern, werden Fonds mit Kapitalgarantie angeboten. Diese Fonds werben damit, im Ergebnis mindestens das eingesetzte Kapital zu erhalten. Dabei geben solche Garantiefonds eine Garantie des Kapitalerhalts der getätigten Einlagen, meist zwischen 80 und 100 Prozent des investierten Geldes. Mit Blick auf das „Magische Dreieck der Geldanlage“ sollte aber jedem Anleger bewusst sein, dass eine solche Garantie nicht ohne Einbußen bei Rendite oder Flexibilität zu haben ist. Die Garantie kostet Gebühren und schmälert schließlich die Rendite. Ein gut gemanagter Aktienfonds kann deshalb langfristig eine bessere Rendite erwirtschaften. Hinzu kommt die Flexibilität: Die Garantie bezieht sich auf das Laufzeitende. Wenn der Anleger sich vorher von seinen Fondspapieren trennen möchte, kann sich beim vorzeitigen Verkauf ein niedrigerer Preis ergeben; die Garantie greift dann nicht.

Eine weitere Form des Garantiefonds sind Wertsicherungsfonds. Solche Fonds garantieren jeweils ein gewisses Niveau der Wertentwicklung und sichern bei erfolgreicher Entwicklung dauerhafte Gewinne ab. Die Komplexität der Anlagestrategien und die höheren Kosten für das Management des Fonds schmälern auf längere Sicht die Ertragschancen. Auch hier muss der Anleger seine Interessen in Bezug auf Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit des Investments abwägen.


Steuerliche Sonderstellung: Ausländische Fonds


Unterschiede zwischen zugelassenen deutschen Investmentfonds und ausländischen Fonds bestehen vor allem in rechtlicher und steuerlicher Hinsicht. Ausländische Fonds können zum einen registrierte Fonds sein, die in Deutschland öffentlich angeboten werden dürfen. Diese ausländischen, registrierten Fonds sind deutschen Fonds steuerlich gleichgestellt. Außerdem gibt es aber dementsprechend auch nicht registrierte ausländische Fonds, die durch Finanzvertreter repräsentiert werden und nicht öffentlich angeboten werden dürfen. Dazu kommen alle weiteren nicht registrierten ausländischen Fonds. Die beiden letztgenannten Formen, also alle nicht-registrierten Fonds, erfüllen nicht die Kriterien des Investmentgesetzes und die Auflagen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und sind daher gegenüber zugelassenen Fonds steuerlich wesentlich schlechter gestellt.


Für jeden der richtige Fonds – mit Sicherheit


Fonds sind fest auf dem Finanzmarkt etabliert. Schon seit den frühen 50er-Jahren können in Deutschland Aktienfonds erworben werden. Heute verwalten die in Deutschland erhältlichen Fonds etwa ein Fünftel der jährlichen Wirtschaftsleistung. Welche Geldanlage und welche Kombination die für Sie passende ist, hängt von Ihren Zielen und der Lebensphase ab, in der Sie sich befinden. Fonds können einen wichtigen Baustein für Ihre persönliche Vermögensbildung darstellen, denn zu jedem Anlageziel gibt es einen passend ausgerichteten Fonds.

Grundsätzlich bieten Investmentfonds für Anleger in zweierlei Hinsicht Sicherheit: Zum einen ist das angelegte Kapital vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. Die Wertpapiere des Fonds werden als Sondervermögen bei einer speziellen Bank deponiert. So stehen selbst bei einer Pleite des Fondsanbieters oder der Depotbank die Wertpapiere den Anlegern zu. Zum anderen empfiehlt es sich grundsätzlich für jeden Anleger, sein Kapital auf verschiedene Anlagearten aufzuteilen, deren Entwicklung möglichst wenig voneinander abhängen. Ein großer Vorteil für die Sicherheit von Fondsanlagen ist, dass dieses Prinzip der Diversifikation zu den Grundvoraussetzungen eines in Deutschland zugelassenen, aktiv gemanagter Investmentfonds gehört.

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