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Auf den langfristigen Erfolg kommt es an

Die langfristige Perspektive entscheidet

Es ist verlockend, seine Entscheidung als Anleger ausschließlich an den zuletzt erzielten Renditen festzumachen. Einige Investoren, allen voran Neueinsteiger, wurden durch die atemberaubend hohen Renditen insbesondere am Ende der neunziger Jahre verwöhnt. Schätzungen zufolge sind nahezu 50% der US-Anleger, die derzeit Aktien oder Fondsanteile halten, erst nach 1990 zu Aktionären geworden. Die langfristige Betrachtung zeigt jedoch, dass die rekordverdächtigen Renditen einiger Investmentfonds im Jahr 1999 eine Ausnahme sind. Nach Angaben von Lipper. Inc. konnte ein durchschnittlicher US-Large Cap-Fonds 1999 mit einer Wertsteigerung von 22,34% aufwarten, was verglichen mit den dreistelligen Renditen, die einige Technologie- und Telekommunikationsfonds 1999 einbrachten sogar noch recht bescheiden anmutet. Derartige Zahlen haben bei einigen Neueinsteigern am Aktienmarkt die Überzeugung reifen lassen, dass Renditen im zweistelligen Bereich eine Selbstverständlichkeit sind. Doch wie sieht die Realität aus?

Ein Blick in die Vergangenheit verschafft Klarheit

Um diese Renditen in Relation zu setzen, haben wir den S&P 500, den Index für große US-Unternehmen, als Beispiel herangezogen, zumal seine Historie bis in die fünfziger Jahre zurückreicht. In den vergangenen fünfzig Jahren erzielte der S&P 500 Index eine durschnittliche Rendite von 12,77 % (Stand: 31.12.00).

Dieser auf lange Sicht doch recht gute Schnitt konnte indes nur erreicht werden, weil zum Beispiel in den fünfziger Jahren Renditen von 19,34% bzw. 18,19% in den neunziger Jahren verbucht wurden. Während einiger Jahrzehnte musste sich der Markt aber mit einstelligen Renditen zufrieden geben. Anleger, die bereits seit den fünfziger Jahren am Markt vertreten sind, warnen deshalb davor, die Anlagestrategie an kurzfristigen Erfolgen auszurichten.

Erfolg durch Kontinuität

In guten wie in schlechten Zeiten kommt es darauf an, die langfristige Performance im Auge zu behalten. Die durch die Traumrenditen von 1999 herforgerufene Eurphorie ist ebensowenig eine Basis für ein langfristiges Investment, wie eine kurzfristige Depression ein Signal für den sofortigen Ausstieg wäre. Hätte man zum Beispiel am 31. März 2001 eine durchschnittliche Rendite von 14,79% erzielt, trotz eines Minus von 21,67% im letzten Jahr des Anlagezeitraums. Auch dieses Beispiel zeigt: Auf die Langfristrendite kommt es an!