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Deutschland hat gewählt - So reagieren die Finanzprofis

Der DAX startet einen Tag nach der Bundestagswahl 2021 mit seinen 40 Werten deutlich im Plus. Das Schreckensszenario vieler Marktteilnehmer - eine Regierungsbeteiligung der Partei "Die Linke" - ist vom Tisch, der befürchtete Linksruck bleibt aus.

Wie auch bereits die DWS im Vorfeld der Bundestagswahl andeutete, dürfte auch laut Carsten Mumm, Chefvolkwirt von Donner & Reuschel, die gestrige Bundestagswahl kurzfristig kaum Auswirkungen auf die Kapitalmärkte haben.

"In Berlin deutet aktuell vieles darauf hin, dass die nächste Regierung aus einer 'Ampel'- oder 'Jamaika'-Koalition bestehen wird. Da eine Fortsetzung der Großen Koalition – zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt – nicht gewollt ist, können sich FDP und die Grünen ihren Seniorpartner aussuchen", analysiert Marco Willner von NN Investment Partners das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2021. (Quelle: life PR)

"Für am wahrscheinlichsten halten wir derzeit ein 'Jamaika'-Bündnis. Union und FDP könnten große Teile ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik durchsetzen und den deutschen Mittelstand beruhigen, indem Sie das Schreckgespenst Vermögenssteuer ein für alle Mal aus der Welt schaffen", schreibt Dr. Tobias Burggraf, Portfoliomanager bei Ethenea Independent Investors. (Quelle: life PR)

Was für Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege Fidelity International klar ist: "Eine Regierung mit Bündnis 90/Die Grünen ist nahezu sicher. Das ist ein deutliches Votum der deutschen Bürgerinnen und Bürger für Klimapolitik und Umweltschutz. Wir werden auch eine expansivere Fiskalpolitik sehen." (Quelle: Handelsblatt)

"Die Finanzmärkte gehen davon aus, dass die Koalitionsverhandlung sich über einen längeren Zeitraum hinziehen werden. Das ist nicht gut, denn die Märkte mögen keine Unsicherheit. Wir erwarten deshalb eine höhere Volatilität", befürchtet Lale Akoner, Senior-Anlagestrategin bei BNY Mellon Investment Management. (Quelle: FONDS professionell)

Mit den jetzt möglichen Regierungskoalitionen können die Börsianer gut leben, konstatiert das manager magazin und die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun wieder auf die zuletzt am Markt dominierenden Themen, wie Lieferkettenblockaden, steigende Energiepreise und zunehmenden Inflationsdruck.