Transformationsfonds spielen am deutschen Fondsmarkt bislang nur eine geringe Rolle. Nach einer Auswertung des Fondsverbands BVI verwalten entsprechende Fonds und Anteilklassen derzeit rund 9,2 Milliarden Euro für Anleger in Deutschland. Gemessen am Vermögen nachhaltiger Publikumsfonds von insgesamt 981 Milliarden Euro entspricht dies einem Anteil von weniger als einem Prozent.
Investieren in den Wandel
Transformationsfonds verfolgen einen besonderen Ansatz innerhalb nachhaltiger Geldanlagen. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, die sich auf dem Weg zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen befinden und beispielsweise ihren CO₂-Ausstoß schrittweise reduzieren wollen. Damit unterscheiden sie sich von Strategien, die vor allem bereits besonders nachhaltige Unternehmen berücksichtigen.
Für seine Auswertung orientiert sich der BVI an transformationsbezogenen Begriffen in Fondsnamen, wie sie auch in der Fondsnamenrichtlinie der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA berücksichtigt werden. Rund 71 Prozent des erfassten Vermögens entfallen auf Fonds mit dem Begriff „Transition“, weitere rund 24 Prozent auf Produkte mit „Net Zero“ im Namen.
Neue EU-Kategorie könnte für mehr Sichtbarkeit sorgen
An Bedeutung könnte das Thema durch die geplante Reform der EU-Offenlegungsverordnung SFDR gewinnen. Diskutiert wird unter anderem eine eigenständige „Transition“-Kategorie für Fonds, die gezielt in Unternehmen mit glaubwürdigen Transformationsstrategien investieren. Dadurch könnten solche Anlagekonzepte künftig klarer von anderen nachhaltigen Fonds abgegrenzt und für Anleger leichter erkennbar werden.
Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: BVI