Auswahl und Kauf von Fonds

Beim Fondskauf den Überblick bewahren

Beim Kauf von Fondsanteilen sollten Sie als Anleger darauf achten, auf welchem Wege Sie diese Fonds kaufen und welche Kosten dabei entstehen. Bei mehreren Tausend in Deutschland angebotenen Fonds können die Unterschiede beträchtlich sein. Ein Fonds muss zu den Anlagezielen und Bedürfnissen des Anlegers passen, bevor dieser investiert. Eine gründliche Recherche und das Sammeln von Informationen zu Investmentfonds ist bei der Geldanlage vor dem Fondskauf entscheidend.

Bewertung von Investmentfonds

Ratings als Orientierungshilfe

Bei der Auswahl eines Fonds kann eine unabhängige Bewertung in Form eines Fondsratings wertvolle Informationen bieten.
AVL Finanzvermittlung nutzt das FER Fonds Rating, welches sich durch die stärkere Zukunftsorientierung von herkömmlichen Fondsratings unterscheidet.
Es werden für die Erstellung eines Investmentfonds Ratings eine Vielzahl von Kriterien verwendet, die für eine Geldanlage in Fonds hilfreich sind: Neben Wertentwicklungen unterschiedlicher Zeiträume wird auch die Outperformance gegenüber Benchmarks und Indizes berücksichtigt. Weitere Faktoren sind unter anderem Volatilität, Trendindikatoren sowie die Beachtung von spezifischen Risiken enthaltener Wertpapiere.
Eine Besonderheit des FER Fonds Ratings ist die Berücksichtigung der Downside Deviation. Dies ist eine Kennzahl, welche negative Schwankungsintensitäten im Investmentfonds beachtet.

Das FER Fonds Rating und alle anderen Ratings können immer nur eine Orientierungshilfe zum investieren sein, da die Ableitung einer Erfolgswahrscheinlichkeit grundsätzlich nur bedingt möglich ist. Niemand kann in die Zukunft sehen – aber es lassen sich Aussagen treffen, die mit hoher oder großer Wahrscheinlichkeit eintreffen werden, so ist es für den Fondskauf zumindest eine sehr große Hilfe. Die Geldanlage wird somit unter Abwägung von Chancen und Risiken besser überlegt. Für Sie als Anleger auch wichtig: Prüfen Sie nach dem Fondskauf in regelmäßigen Abständen die Wertentwicklung Ihrer Investmentfonds.

Historische Wertentwicklung - Schwankungsanfälligkeit

Für Sie als Anleger ist es wichtig, bei der Betrachtung der Fonds Rendite auf den Zeitraum zu achten in den Sie investieren. Im Falle eines Aktienfonds gerät die Betrachtung der Wertentwicklung über den Zeitraum eines Jahres zu kurz. Außerdem ist es für den Anleger wichtig, die Wertentwicklung eines Fonds im Verhältnis zum Risiko der Anlage abzuwägen. Das Stichwort Volatilität, also der Bereich, in dem der Wert der Fondsanteile in einem bestimmten Zeitraum schwankt, sollten Sie als Anleger ebenfalls in die Betrachtung bei Ihrer Geldanlage mit einbeziehen.

Wo und wie können Fonds gekauft werden?

Der erste Schritt zum Erfolg mit Fonds ist, zum Aufbau Ihrer Geldanlage, der Kauf von Fondsanteilen. Für den Ertrag der Anlage ist es dabei wichtig, schon hier die Kosten so gering wie möglich zu halten. Welche Kosten beim Fondskauf entstehen, hängt auch stark von der Wahl des Verkäufers und des Kaufweges ab. Weitere entscheidende Faktoren für die Auswahl sind neben den Kosten, die zur Verfügung stehende Auswahl an Fonds und die Möglichkeit, Beratung für Ihre Geldanlage in Anspruch zu nehmen.

Grundsätzlich können Fonds an der Börse oder außerbörslich über die Fondsgesellschaft erworben werden. Während an der Börse Fonds zum jeweils aktuellen Marktwert ge- und verkauft werden, ist beim Kauf über die Fondsgesellschaft der tatsächliche Anteilswert entscheidend.

Der Anleger kann die Anteile über ein Bankdepot, ein Fondsdepot bei einer Fondsplattform oder ein Depot direkt bei der Fondsgesellschaft kaufen. Hier kommen unterschiedliche Konditionen zum Tragen: So können die Fondsanteile ohne Rabatt ausgegeben werden oder der Fondsvermittler bzw. die Bank verzichten auf den Ausgabeaufschlag – dadurch erhalten Sie als Anleger einen Rabatt, der wiederum in seiner Höhe unterschiedlich ausfallen kann. Je Höher der Rabatt auf den Ausgabeaufschlag beim Fondskauf ist, desto mehr Geld steht Ihnen zum Investieren zur Verfügung, das wiederum wirkt sich positiv auf Ihre Geldanlage und Wertentwicklung aus.

Weitere Faktoren für die Wahl des Kaufweges sind auch die zur Verfügung stehenden Fonds, die Möglichkeit, eine Beratung zu erhalten und der Stellenwert, den die Kosten für den Anleger haben.

Banken und Sparkassen

Beim Kauf von Investmentfonds über Banken und Sparkassen ist die Auswahl der angebotenen Fonds, die um Investieren zur Verfügung stehen, eingeschränkt. Verkauft werden gerne hauseigene Produkte, in diesem Fall vor allem Fondsanteile eigener Tochtergesellschaften. Dabei handelt es sich aber nicht immer um die für den Anleger besten Fonds. Da der Bankberater eine Provision erhält, ist er daran interessiert, Ihnen diese Produkte zu empfehlen und zu verkaufen. Beim Kauf von Fondsanteilen über Banken und Sparkassen wird meist auch kein Rabatt auf den Ausgabeaufschlag gewährt und es fallen Depotgebühren an.

Fondsgesellschaften

Fondsgesellschaften verkaufen Fonds über das Depot einer Fondsplattform. Dies ist aber meistens nur über einen Vermittler möglich. Die Auswahl der angebotenen Fonds ist groß und es wird ein Rabatt auf den Ausgabeaufschlag gewährt. Auf diesem Weg können Sie von günstigen Rabattkonditionen freier Vermittler profitieren. Der Kauf über einen Fondsvermittler bei der Fondsgesellschaft bietet damit einen günstigen Weg, Fonds zu kaufen.

Fondsvermittler

Fondsvermittler arbeiten mit Direktbanken und Fondsplattformen zusammen und agieren ausschließlich als Vermittler. Sie bieten dem Anleger zwar keine Anlageberatung, dafür aber die größte Auswahl an Fonds und mit 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bei einem Großteil der Fonds die günstigsten Konditionen. Bei vermittelten Depots von Direktbanken entstehen meist grundsätzlich keine Depotgebühren, bei Fondsplattformen wird ab einem gewissen Depotwert die Gebühr vom Vermittler übernommen. Einige Fondsvermittler erstatten die Depotgebühr ab einem bestimmten Depotwert am Jahresende zurück. Die Orderabwicklung und die Verwahrung erfolgen über die Depotstelle, der Fondsvermittler hat somit keinen Zugriff auf das Geld der Kunden. Die Anleger wickeln alle Zahlungen direkt mit der depotführenden Stelle ab und der Fondsvermittler übernimmt alle Formalitäten wie Depoteröffnung oder sonstigen Schriftverkehr. Ist das Fonds Depot eröffnet, tritt der Vermittler in den Hintergrund. Der eigentliche Kauf geschieht durch Vermittler-Rabattkonditionen günstig über die Fondsgesellschaften. Wer auf gute Konditionen achtet, sollte das Angebot von freien Fondsvermittlern prüfen.

Direktbanken und Discountbroker

Direktbanken und Discountbroker bieten zum Fondskauf meist keine persönliche Beratung. Falls eine Fonds-Beratung angeboten wird, ist diese in der Regel kostenpflichtig. Direktbanken und Discountbroker können kostengünstig arbeiten, da Sie auf ein teures Filialnetz verzichten und nur telefonisch oder über das Internet erreichbar sind. Das Angebot an Fonds ist recht breit gefächert, auf die Ausgabeaufschläge wird meist nur ein Rabatt von 50 Prozent, in Ausnahmefällen auch 100 Prozent, gewährt. Oft gibt es bei Direktbanken ein kostenfreies Depot in dem auch andere Wertpapiere, wie zum Beispiel Aktien, verwahrt werden können.

Börse

An der Börse können Fondsanteile über den ganzen Handelstag hinweg zum aktuellen Börsenpreis ge- und verkauft werden, anders als beim Kauf über Fondsgesellschaften: Dort wird der tatsächliche Anteilswert des Investmentfonds einmal am Tag berechnet.
Nachteile ergeben sich aus den in der Regel vergleichsweise teuren Transaktionskosten an der Börse. Auch sind Handelbarkeit oder das Listing von Fonds an der Börse nicht immer gegeben. Nachteile kann auch der Spread, der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis, verursachen. Außerdem kann der Marktpreis über den ganzen Handelstag hinaus Schwankungen ausgesetzt sein. Dabei kommt es zu Einschränkungen der Preistransparenz: Gibt der Anleger den Auftrag, beim Absinken des Kurses unter einen bestimmten Wert zu verkaufen (Stopp-Zusatz), kann es möglicherweise zu einem Stop-Loss-Fishing kommen, bei dem Broker die Limits der Anleger gezielt nutzen, um Kursdifferenzen für sich bestmöglich auszunutzen. Zusätzlich besteht an der Börse grundsätzlich die Möglichkeit von Teilausführungen von Kaufaufträgen und das Risiko, im richtigen Moment keinen Handelspartner für Kauf und Verkauf von Investmentfonds zu finden.

Ganz grundsätzlich können Sie jetzt entscheiden, wo und in welcher Form der Kauf von Fondsanteilen für Sie optimal ist: Bietet der Anbieter eine Auswahl von Anteilen verschiedener Fondsgesellschaften? Brauche ich eine kostenpflichtige Beratung? Wie hoch sind zu zahlenden Depotgebühren? Wie hoch ist der berechnete Ausgabeaufschlag? Ist es möglich, Fondssparpläne zu erwerben?

Ihre Vorteile bei der Vermittlung über AVL

Bei AVL Finanzvermittlung erhalten Sie Fonds und Fondssparpläne ohne Ausgabeaufschlag. Die Depotführung ist bei vielen Anbietern kostenlos. Das Prinzip ist einfach und für jeden Anleger geeignet, der über ein Mindestmaß an Kenntnissen über Fonds verfügt. AVL bietet für jeden Anleger das passende Fonds Depot. Der Depotvergleich bietet Ihnen die Möglichkeit, das passende Fonds Depot zu finden: Zum Depotvergleich

Beim Kauf über AVL Finanzvermittlung profitieren Sie von einem enormen Spareffekt. Hier erhalten Sie eine große Auswahl an Fonds, Fondssparplänen und Vermögenswirksame-Leistungen-Fonds (VL-Fonds) mit 100 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Der Rabatt gilt bei Einmalanlagen, Sparplänen, bei der Reinvestition von Ausschüttungen und beim Fondstausch. Weitere Vorteile: Sie bezahlen bei einigen Partnern keine Fondskauf- oder Verkaufsgebühren, profitieren je nach Anbieter von kostenloser Depotführung und Ausführung von Depotüberträgen. Es entstehen für Sie keine zusätzlichen Kosten durch AVL Finanzvermittlung.

Welche Kosten können beim Fondskauf entstehen?

Zu den Kosten beim Erwerb von Fondsanteilen zählt der Ausgabeaufschlag, der auch als Aufgeld oder Agio bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Gebühr, die von den Anlagegesellschaften für die Beratung und den Vertrieb der Anteile erhoben wird. Dieser Ausgabeaufschlag wird meist als Prozentsatz vom Rücknahmepreis des Fonds angegeben. Mit Rücknahmepreis ist der Betrag gemeint, den der Anleger bei Rückgabe der Fondsanteile von der Kapitalgesellschaft ausbezahlt bekommt.

Wird ein Agio bzw. Kaufaufschlag fällig, verteuert sich der Kaufpreis der Fondsanteile. Wer zum Beispiel 5.000 Euro für Fondspapiere investieren will, bekommt für diese Summe bei einem Agio von 5 Prozent Anteile im Wert von nur 4.761,90 Euro. Entfällt das Agio, bekommt der Anleger in diesem Beispiel zum gleichen Preis Fondsanteile im Wert von 5.000 Euro. Diesen Vorteil sollten Sie sich als Anleger nicht nehmen lassen, denn dieser Vorteil steigert die Summe des Geldes, das direkt in Investmentfonds investiert werden kann.

Gerade beim Fondssparen mit regelmäßigen kleineren und mittleren Beträgen macht sich dieser Unterschied besonders bemerkbar, denn hier werden die Ausgabeaufschläge mitunter bei jedem neuen Fondskauf fällig. Damit summiert sich der Nachteil, der sich für den Anleger aus der Wertminderung ergibt. Bei Fonds und Fondssparplänen ist es also äußerst ratsam, auf günstige Konditionen beim Kauf von Fonds zu achten.

Wer in Fonds investieren will, braucht ein Fonds Depot. Die Banken, die ein solches Fonds Depot anbieten, verlangen meist eine Gebühr für dessen Verwaltung. Die Depotgebühren variieren zwischen verschiedenen Depotbanken zum Teil erheblich. Auch hier lohnt sich ein vergleichender Blick auf die verschiedenen Anbieter. Zu den Depotkosten gehören auch Transaktionskosten, die bei Kauf und Verkauf von Investmentfonds entstehen können.

Worauf Sie als Anleger achten sollten

Die Kosten beim Fondskauf sind entscheidend für das Ergebnis, das Sie mit Ihrem Investment erzielen können. Zum Teil sind die Kosten abhängig vom Handelsplatz. So können Sie Fonds zu unterschiedlichen Konditionen an der Börse oder direkt bei der Kapitalanlagegesellschaft kaufen. Vergleichen Sie die Kosten und achten Sie besonders auf Ausgabeaufschläge und Depotkosten.